SHADOW KING

Platz 10

SHADOW KING

s/t
1991
1685 Punkte
My Score 98%
Community Score 0.0%

Reviewed by:

1. What Would it Take
2. Anytime, Anywhere
3. Once Upon a Time
4. Don’t Even Know I’m Alive
5. Boy
6. I Want You
7. This Heart of Stone
8. Danger in the Dance of Love
9. No Man’s Land
10. Russia

Laufzeit: 44:19

Lou Gramm lead and backing vocals
Bruce Turgon rhythm and bass guitars, keyboards, backing vocals
Vivian Campbell lead and acoustic guitars, backing vocals
Kevin Valentine drums, backing vocals

Sollte es jemals einen Preis in der Kategorie “Bestes AOR-Debüt aller Zeiten” geben, so dürften SHADOW KING mit Ihrem 1991 erschienenen, selbstbetitelten Erstling einer DER Titelanwärter schlechthin sein. Alleine die hochkarätige Besetzung ließ Großes erwarten, so waren u.a. der seinerzeit bei FOREIGNER ausgestiegene Übersänger Lou Gramm sowie Ex-DIO Gitarrist Vivian Campbell involviert. Und, um das Fazit vorwegzunehmen, die Veröffentlichung ließ in musikalischer Hinsicht keinerlei Wünsche offen. Produziert von Keith Olsen in den legendären “Goodnight L.A.”-Studios und ausgestattet mit einem, auch nach heutigen Maßstäben superben Sound, bietet die Scheibe alles, was das Herz des melodisch orientierten Rockfans höher schlagen lässt.

Egal ob man den kräftigen, geradeaus rockenden Opener ‘What would It Take’, die groovende, zuweilen geradezu beängstigend hitzige erste Single ‘I Want You’ oder die reinrassige, in bester FOREIGNER-Manier dargebotene AOR-Nummer ‘No Mans Land’ auswählt: jeder auf dieser Scheibe vertretene Track vereint alle Trademarks des Genres in geradezu perfektionierter Form. Und wer beim bewegenden, balladesken Abschluss ‘Russia’ nicht mindestens eine zentimeterdicke Gänsehaut bekommt, ist grundsätzlich sowieso nicht von dieser Welt.

Melodien für Millionen die, trotz aller Eingängigkeit und verbunden mit den jeweiligen Arrangements, dennoch über einen gewissen Anspruch verfügen. Kombiniert mit dem herausragenden Gitarrenspiel von Campbell, der sich im Gegensatz zu seeligen DIO Zeiten durchaus zurückzunehmen weiß, und der meiner Meinung nach besten Gesangsleistung von Gramm überhaupt (wer FOREIGNERS 4 oder seine Soloscheibe Ready Or Not kennt, weiß wie diese Aussage einzuschätzen ist), haben wir es hier mit einem Album zu tun, welches auch Jahrzehnte nach der Erstveröffentlichung absolut nichts von Ihrem Reiz verloren hat.

Unglücklicherweise erschien die Scheibe zu einem extrem ungünstigen Zeitpunkt. Das Interesse der Rockfans verlagerte sich durch die aufkommende Grungewelle in eine völlig andere Richtung, sodass der Band der wohlverdiente Erfolg (außer einem Showcase-Gig in London ist sie nie livehaftig in Erscheinung getreten) weitestgehend versagt blieb.

Dennoch bleibt festzuhalten: Wer auch nur im Ansatz etwas mit diesem Genre anfangen kann, für den ist Shadow King ein absolutes Muss. Für alle anderen Musikliebhaber, auch genreübergreifend, im Übrigen auch!

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