HONEYMOON SUITE

Platz 21

HONEYMOON SUITE

Racing After Midnight
1988
1347 Punkte
My Score 90%
Community Score 88.0%

Reviewed by:

1. Lookin’ Out for Number One 3:32
2. Long Way Back 4:36
3. Cold Look 4:04
4. Love Fever 3:33
5. Other Side of Midnight 4:05
6. Love Changes Everything 4:24
7. It’s Over Now 4:04
8. Fast Company 4:12
9. Tears on the Page 3:21
10. Lethal Weapon remix – from the motion picture 2:47

Laufzeit: 38:14

Derry Grehan guitars
Rob Preuss keyboards
Gary Lalonde bass
Johnnie Dee lead vocals
Dave Betts drums

Wir schreiben das Jahr 1988. Der Verfasser dieser Zeilen hatte gerade seinen Abschluss gemacht, bis zum Anfang seiner Ausbildung satte 8 Wochen frei, davon 3 Wochen sturmfrei. Der Sommer war warm, die Erfahrungen prägend und der Alkohol floss in Strömen. Genau in dieser Zeit erschien ein Album, welches meine komplette damalige Gemütslage in Noten gefasst zu haben schien. Racing After Midnight, die dritte Veröffentlichung der Kanadier HONEYMOON SUITE, traf mich deshalb bis ins Mark.

Der stampfende Opener ‘Lookin` Out For Number One’ setzte genauso viel Energie frei wie der letzte Schultag und das schöne ‘It`s Over Now’ eignete sich hervorragend um bei der angestrebten soon to be Freundin Punkte zu sammeln. Selbst ohne diese verklärten Erinnerungen und Jahrzehnte später, ist die von Ted Templeman (u.a. VAN HALEN) hervorragend produzierte Scheibe, eine höchst unterhaltsame Veröffentlichung in der Schnittmenge von AOR und Hardrock.

Dabei geht es nicht immer nur seicht und gediegen zu. Das mit einem schneidenden Gitarrenriff ausgestattete ‘Other Side Of Midnight’ offenbart eine, natürlich immer im Genrekontext zu sehende, wohltuende Härte, und das gemächliche, von Sänger Johnnie Dee grandios intonierte, schleppende ‘Fast Company’ zeigt eine musikalische Vielfalt, die man den Jungs angesichts der typischen Kost der Marke ‘Long Way Back’ gar nicht zugetraut hätte. Abwechslung wird also groß geschrieben auf Racing After Midnight, was meiner Meinung nach auch die Stärke des Albums ist. Und wenn man mit ‘Love Changes Everything’ auch noch solch einen Ohrwurm im Gepäck hat, dann hat man so ziemlich alles richtig gemacht.

Objektiv gesehen mag es sicherlich bessere und innovativere Alben dieser Stilrichtung geben, aber darum geht es verdammt nochmal gar nicht. Hier geht es um das pure Gefühl und dem Bestreben nach der bereits beschriebenen Abwechslung im Songwriting, verbunden mit den für mich perfekten Begleitumständen (siehe oben) bei Veröffentlichung, all das macht die Scheibe für mich zu etwas ganz besonderem.

Und immer wenn ich das Ding auflege, zieht der Sommer 1988 vor meinem geistigen Auge vorbei. Versucht es auch mal, selbst wenn es bei Euch das Jahr 1995, 2001 oder 2019 sein sollte. Es lohnt sich, und dafür werde ich Racing After Midnight auf ewig dankbar sein.

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