ROBIN BECK

Platz 23

ROBIN BECK

Trouble Or Nothin’
1989
1300 Punkte
My Score 88%
Community Score 0.0%

Reviewed by:

1. Hide Your Heart 4:03
2. Don’t Lose Any Sleep 4:06
3. If You Were a Woman (And I Was a Man) 4:03
4. Hold Back the Night 3:37
5. Save Up All Your Tears 4:05
6. In a Crazy World Like This 3:56
7. Tears in the Rain 4:41
8. A Heart For You 4:11
9. Sleeping With the Enemy 3:35
10. First Time 3:18

Laufzeit: 39:30

Robin Beck lead vocals
Guy Mann Dude guitar, backing vocals
Hugh McDonald bass
Bobby Chouinard drums
Greg Mangiafico keyboards

Die Besprechung eines ROBIN BECK-Albums ohne den Verweis auf ihren 1988 erschienen Megahit ‘First Time’, bis heute das im übrigen erfolgreichste Werbejingle von Coca Cola, erscheint unmöglich, macht im Rahmen dieses Reviews jedoch durchaus Sinn. Denn angespornt durch die wochenlangen Spitzenplatzierungen eben jenes Songs in den weltweiten Singlecharts, erblickte 1989 in Form von Trouble Or Nothing der zweite Longplayer von ROBIN BECK das Licht der Welt, die bereits 1979 erstmals mit einem wenig rockkompatiblen Debütalbum Namens Sweet Talk erfolglos versuchte auf sich aufmerksam zu machen.

Angesichts der durchschlagenden musikalischen Qualität und unter Mithilfe solcher Songwritinggrößen wie Paul Stanley (Kiss), Alice Cooper, Diane Warren oder Desmond Child, sowie mit Gastbeiträgen von Musikern der Kategorie Steve Lukather (Toto), entwickelte sich Trouble Or Nothing wenig überraschend zu einem ähnlichen Megaseller wie die oben erwähnte Single. Schon der hymnenhafte Opener ‘Hide Your Heart’, im übrigen u.a. auch von Kiss und Molly Hatchet intoniert, hier aber in seiner mit Abstand besten Version dargeboten, gibt die Marschrichtung der folgenden 9 Songs beeindruckend vor: Superbe Gitarrenarbeit, immer songorientiert und stets darum bemüht das Ganze nicht in zu seichte Regionen abdriften zu lassen, verbunden mit herausragenden Melodien und Refrains, die einem nach dem ersten Hördurchlauf nicht mehr aus dem Kopf gehen. Über allem thront eine Stimme, die sich sowohl in rauheren Gefilden als auch in sanften Momenten keine Blöße gibt und sämtliche Stimmungen perfekt umzusetzen versteht.

Sei es im Rahmen eines typischen AOR-Songs der Marke ‘Don`t Lose Any Sleep’, beim, mit einem geradezu göttlichen Chorus glänzenden und straight nach vorne gehenden, Rocker ‘If You Were A Women (And I Was A Man)’ oder der bezaubernden Ballade ‘Tears In The Rain’: die Dame hat ein unglaubliches Gespür dafür ihre Stimme der musikalischen Grundstimmung perfekt anzupassen und ganz große Gefühle zu vermitteln. Eine Fähigkeit, die sie in diesem Genre und mit diesem Niveau vielleicht einzig mit Ann Wilson von Heart gemein hat.

Eingebettet in eine druckvolle Produktion von Desmond Child, haben wir es hier mit einer Scheibe ohne jeglichen Ausfall zu tun, welche zudem sämtliche Zutaten enthält, die man von einem anspruchsvollen und abwechslungsreichen AOR-Album erwartet und schlichtweg einen absoluten Höhepunkt des Genres darstellt. Dass hier eine absolute Überzeugungstäterin am Werk ist, zeigt die Tatsache, dass sie immer noch Alben veröffentlicht (hier sei Euch das fast ebenso starke Livin` On A Dream aus dem Jahre 2007 wärmstens ans Herz gelegt) und sich in unregelmäßigen Abständen auf Tour begibt. Wer dies allerdings nach dem Genuss von Trouble Or Nothing nicht bereits selbst gemerkt hat, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen.

Schlichtweg grandios!

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