PROPHET

Platz 96

PROPHET

Cycle Of The Moon
1988
633 Punkte
My Score 88%
Community Score 0.0%

Reviewed by:

1. Cycle of the Moon
2. Can’t Hide Love
3. On the Run
4. Sound of a Breaking Heart
5. Asylum
6. Tomorrow Never Comes
7. Frontline
8. Hands of Time
9. Hyperspace
10. Red Line Rider

Laufzeit: 38:01

Russell Arcara vocals
Ken Dubman guitars
Scott Metaxas bass, backing vocals, acoustic guitar
Michael Sterlacci drums, backing vocals
Joe Zujkowski keyboards

Bei manchen Alben aus den 80ern fragt man sich posthum, warum der große Erfolg damals eigentlich ausgeblieben ist. Bei Cycle Of The Moon, dem zweiten Album von PROPHET, liegt der Grund auf der Hand: Ähnlich wie TRIUMPH ein Jahr zuvor mit Surveillance, garnierten PROPHET ihren Melodicrock mit progressiven Einflüssen und überforderten wohl damals die Hörerschaft, welche mit der plüschigen Single ‘Sound Of A Breaking Heart’ Blut geleckt hatte. Das zugehörige Video zeigte auf MTV eine Band welche optisch in die damalige Hardrock-Szene passte, musikalisch gab man sich jedoch um einiges anspruchsvoller und bereits der extrem druckvolle Opener ‘Cycle Of The Moon’ mit seiner unvergleichlichen Bassline und den monströsen Chören zeigte eine Band, die sich damals nicht in ein radiotaugliches Korsett zwängen lassen wollte.

Zudem gewährte man Gitarrist Ken Dubman jeglichen Freiraum, welchen er auf dem Rush-ähnlichen Instrumental ‘Hyperspace’ auf die Spitze trieb. ‘Can’t Hide Love’ mit seiner Michael Schenker-Gedenkmelodie, das von wuchtigen Keyboards dominierte ‘On The Run’ oder die klischeefreie Ballade ‘Tomorrow Never Comes’ sind weitere Beispiele, dass PROPHET qualitativ mit der damaligen Speerspitze des melodischen Hardrocks locker mithalten konnten, was sich letztendlich mit Platz 137 für Cycle Of The Moon in den amerikanischen Billboard Album Charts wiederspiegelte.

Nach einem weiteren Album 1991 (etwas gradliniger, aber genauso gut) war es um die Band auch schon wieder geschehen. Sowohl die ständigen Besetzungswechsel, als auch die fehlende Promotion für Recycled waren dann wohl entscheidend, PROPHET auf Eis zu legen. Ein einzelnes Reunion-Konzert im Jahr 2012 bleibt dann auch das letzte Lebenszeichen der Band.

Einzig Ted Poley, der auf dem progressiveren, aber genauso hochklassigen Debüt hinterm Schlagzeug saß, sollte später als Frontmann mit seiner Band DANGER DANGER Karriere machen.

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