NEVERLAND

Platz 179

NEVERLAND

s/t
1991
338 Punkte
My Score 85%
Community Score 0.0%

Reviewed by:

1. Running On
2. Cry All Night
3. Take Me Higher
4. Drinking Again
5. Ten Thousand Years
6. Lean On Me
7. Mama Said
8. My Opinion
9. Time to Let Go
10. Talking to You
11. For the Love

Laufzeit: 52:12

Patrick Sugg guitars, backup vocals
Dean Ortega lead vocals, percussion
Scott Garrett drums, percussion
Gary Lee bass, backup vocals

Keine Ahnung, wo diese Formation mit ihrem Debut 1991 auf einmal herkam. Fest steht aber, dass Neverland ein enorm starkes Album ist. Der viel zitierte Zahn der Zeit hat diesem Werk nichts anhaben können! Besonders auffällig sind drei Dinge: Die Jungs agieren musikalisch äußerst kompetent und sie agieren komplett eigenständig. Null, absolut null Anbiederung an irgendwelche Trends oder gar Vorbilder nach dem Motto „wir sind beeinflusst von“ oder „wollen klingen wie …“. Der dritte Punkt ist Sänger Dean Ortega. Unglaublich mit welch ausdrucksstarker und feinfühliger Stimme dieser Typ gesegnet ist.

Wer das Album noch nicht kennt und über die Jahre noch nicht süchtig danach geworden ist, der sei „vorgewarnt“. Bis auf den Opener ‚Running On‘, der sofort zündet und sich in den Gehörgängen festsetzt, brauchen die Songs ein paar Durchläufe um ihr Potential voll zu entfalten. Manch einer der Songs mag anfänglich sogar als belanglos oder nichtssagend erscheinen. Doch gibt man ‚Cry All Night‘, ‚10.000 Years‘ oder ‚Mama Said‘ die Chance, sich in den Gehörgängen fest zu setzen, werden sie es mit Langzeitwirkung tun. Auch die zeitlose und kristallklare Produktion des Albums trägt dazu bei, auch nach Jahren immer wieder neue Facetten und Feinheiten in den Songs entdecken zu können. Das abschließende ‚For The Love‘ mit seinen wunderbaren Percussion Einlagen ist dabei ein weiteres Juwel unter vielen anderen.

Leider ist Neverland eines dieser „One Album Wonder“. Das Zweitwerk Surreal World – 1996 über Escape/Point Music veröffentlicht und ohne die Beteiligung von Ausnahmesänger Ortega – hat nichts mehr mit diesem Debut gemein und ist vollkommene Rohstoffverschwendung.

Wer sich an der Stimme von Dean Ortega nicht satthören kann, dem möchte ich das Debüt der TRIBE OF GYPSIES (Tribe Of Gypsies – 1996) oder das Zweitwerk (Nothing Lasts Forever – 1997) ans Herz legen. Ortega zelebriert hier gemeinsam mit Roy Z an der Gitarre (u.a. auch Produzent und Sidekick von Bruce Dickinson und Rob Halford) unglaublich starken Latin-Rock. Sein Album „Revolution Child …. The Answer – 2003) ist ebenfalls interessant, aber stilistisch eher im Bereich Jam – Fusion Rock angesiedelt. Ganz schwerer Stoff!

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