EYES

Platz 228

EYES

s/t
1990
256 Punkte
My Score 80%
Community Score 0.0%

Reviewed by:

1. Callin’ All Girls
2. Every Single Minute
3. Don’t Turn Around
4. Miss Demeanor
5. Young and Innocent
6. Walkin’ Fire
7. Wired 4 Love
8. Nobody Said it was Easy
9. Can’t Get Enough
10. Start Livin’

Laufzeit: 46:43

Jimmy O’Shea bass
Steven Dougherty guitar
Jeff Scott Soto vocals
Aldy Damian drums

Mitte der Achtziger startete Ex-BURNING ROME Gitarrist Steve Dougherty seine neue Band L.A. ROCKS, welche sich nach diversen Besetzungswechsel in EYES umbenannten. Neben den durch den Erfolg von BERLINs Hitalbum Count Three and Pray bekannt gewordenen Musiker, komplettierten Jeff Scott Soto (Vocals), Jimmy O’Shea (Bass) und Aldy Damian (Drums) das Line-Up um 1990 Ihr selbstbetiteltes Debütalbum zu veröffentlichen.

Der Anspruch der Band war damals ein perfekt produziertes Album im Stile von DEF LEPPARD aufzunehmen. Dieses Unterfangen klappte nach einem fast 3-monatigen Studioaufenthalt nahezu perfekt und so hätte man sich z.B. ‘Wired 4 Love’ durchaus auch auf Hysteria oder Adrenalize vorstellen können. Abgesehen davon, sind die Songs in der Schnittmenge zwischen AOR und Hardrock bärenstark und einen Filler findet man höchstens im abschließenden ‘Start Livin’, welches mit einer sehr unspektakulären Hookline aus den Lautsprechern tönt.

Die erste Singleauskopplung ‘Callin’ All Girls’ leitet ein Album ein, welches genau in den damaligen Zeitgeist passte. Ein prägnantes Gitarrenriff, der melodische Gesang von Soto, dutzende Background-Chöre und ein Video auf MTV: so wollte man es den Kollegen FIREHOUSE, SLAUGHTER oder WARRANT gleichtun und den amerikanischen Markt knacken. Der Opener sollte dann auch stellvertretend für das komplette Album stehen. Beim nachfolgenden ‘Every Single Minute’ schimmern DEF LEPPARD zum ersten mal unüberhörbar durch, wobei Sotos Gesang dem Stück eine eigene Note verleiht. In die gleiche Kerbe schlagen ‘Walkin’ Fire’, das überirdische ‘Young And Innocent’ und das bereits oben erwähnte ‘Wired 4 Love’.

Balladen durften natürlich damals nicht fehlen und die US-Amerikaner greifen hier auf ‘Don’t Turn Around’, einer Cover-Version des alten Dianne Warren-Hits zurück. Das Stück wurde ja zigmal gecovert (u.a. ACE OF BASE), aber so stark wie hier hat man den Song selten gehört. Mit ‘Nobody Said It Was Easy’ hat man noch einen weiteren Tränendrücker im Petto, welches bei der Gratwanderung zum Kitsch gelegentlich abstürzt.

Warum konnte man mit diesen tollen Album zumindest den amerikanischen Markt nicht knacken, obwohl man ausgiebig mit solch Größen wie NAZARETH, GREAT WHITE oder BAD COMPANY tourte? Die country-affine Plattenfirma CURB Records war mit Sicherheit nicht die allerbeste Wahl. Oder eventuell war man 1990 auch nicht mehr so aufnahmefähig für neue Bands dieser Stilrichtung. An der Qualität lag es mit Sicherheit nicht, zumal man 3 Jahre später das vllt noch zwingendere Windows Of The Soul nachlegte. Interessiert hat das aber 1993 kaum noch jemanden.

{{ reviewsTotal }} Review

{{ reviewsTotal }} Reviews

{{ options.labels.newReviewButton }}
{{ currentUserData.canReviewMessage }}