ALDO NOVA

Platz 243

ALDO NOVA

s/t
1982
237 Punkte
My Score 90%
Community Score 84.7%

Reviewed by:

1. Fantasy
2. Hot Love
3. It’s Too Late
4. Ball and Chain
5. Heart to Heart
6. Foolin’ Yourself
7. Under the Gun
8. You’re My Love
9. Can’t Stop Lovin’ You
10. See the Light

Laufzeit: 38:51

Aldo Nova guitars, all vocals, keyboards
Michel Lachapelle drums
Michel Pelo bass

Vieles, was wir kennen und mögen, kommt uns oft verdammt vertraut vor. Vielleicht kennt man das schon irgendwoher? PURPLE’s ‘Black Night’? Klingt die nicht irgendwie nach ‘Summertime’ von RICKY NELSON? RED HOT CHILLI PEPPER’s ‘Dani California’? War TOM PETTY’s ‘Mary Jane’s Last Dance’ vielleicht ein Vorbild dazu? Ein weiteres gutes Beispiel dazu ist das Debüt von ALDO NOVA der Opener ‘Fantasy’ ist für mich nichts anderes als ein Remake von ‘Jane’ (JEFFERSON STARSHIP). Böse Zungen würden hier sogar von einem unverschämten Plagiat (Credits sind von ALDO NOVA) sprechen.  Zu ‘Fantasy’ gibt es übrigens ein nach den heutigen Maßstäben recht trashiges, aber auch kultiges Video. Aber: Plagiat hin, Plagiat her (‘Jane’ bzw. ‘Fantasy’ wird dadurch nicht schlechter) – guter Song bleibt guter Song.

Das übrige Songmaterial ist ebenfalls ein wahres Fest für Freunde der melodischen Klänge. Mal werden ruhige Töne angeschlagen (im typischen 80er-Keyboardgewand: ‘Can’t Stop Loving You’ oder das tolle ‘Ball And Chain’). Mal streift man sogar etwas R&B- bzw. Swing-Sphären (‘You Are My Love’, ‘See The Light’). Für Genreverhältnisse ist ALDO NOVA sogar teilweise recht hart unterwegs – neben ‘Hot Love’ und ‘Fooling Yourself’ sind es ‘Heart To Heart’ mit seinem tollen Gitarrenintro und der heimliche Hit, ‘Under The Gun’. Die Gitarrenarbeit ist absolut kreativ und eigenständig – aus dem konventionellen Baukasten (überwiegend Pentatonik mit punktuell eingesetzten fremden Tönen, Powerchords, die Spannung wird durch häufige Taktverschiebungen erzeugt) holt man viel raus und versteht die Zutaten sinnvoll zu verbinden.

Nicht ohne Grund galt ALDO NOVA in den frühen 80ern zeitweise sogar als ein neuer Gitarrenheld.  Ich selbst würde ihn aber nicht als einen besonders technisch versierten Gitarrenhelden, sondern als einen begabten Multiinstrumentalisten, Songwriter und Toningenieur (tätig am ATV Studio in Montreal) bezeichnen – das Album wurde nahezu im Alleingang komponiert, eingespielt und produziert.

Was bleibt, ist ein hochwertiges Album, das zusammen mit seinem einzigartigen (und für manche noch besseren) Nachfolger Subject in jede gut sortierte Musiksammlung gehört.

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